Go-3D 2017

Grußwort

Stefan Schnorr
Ministerialdirigent
Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

die Konferenz und Fachausstellung GO-3D 2015 geht in die siebte Runde. Als Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik im Bundeswirtschaftsministerium freut es mich besonders, dass Sie in diesem Jahr die beiden zentralen Schlüsselthemen für wirtschaftlichen Erfolg aufgreifen, nämlich „Digitalisierung“ und „Innovation“ und sie mit der maritimen Wirtschaft verknüpfen.

Die maritime Wirtschaft ist von großer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Branche hat ein jährliches Umsatzvolumen von mehr als 54 Milliarden Euro; knapp 400.000 Menschen sind hier beschäftigt. Der Einsatz von Spitzentechnologien und kontinuierliche Aktivitäten in den Bereichen Forschung, Entwicklung sowie Innovation bilden hierfür eine nachhaltige Basis.

Innovative Produkte und Technologien bieten Marktpotenziale und tragen dazu bei, Materialien und Energie effizienter einzusetzen und Betriebskosten zu senken.

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) leistet dazu einen wichtigen Beitrag durch die initiierte Forschung und Entwicklung sowie durch die Vernetzung von Forschern, Entwicklungsdienstleistern und maritimen Anwendern. Das Programm setzt Anreize für mehr Innovationen und sorgt für zusätzliches Wachstum. Die Konferenz Go-3D 2015 ist das beste Beispiel dafür, dass die Förderung nachhaltig wirkt: Das Netzwerk „3D maritim“ führen die Unternehmen nun eigeninitiativ fort.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wird auch künftig dazu beitragen, Netzwerke und den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft weiter zu stärken. Dass eine solche Verzahnung und enge Zusammenarbeit Früchte trägt und innovative High-Tech-Produkte nach sich zieht, sieht man auf dieser Konferenz.

Wir haben daher das ZIM dieses Jahr neu aufgelegt und deutlich gestärkt - sowohl inhaltlich als auch finanziell. Die Richtlinie wurde unter den Zielvorgaben „Erhöhung des Innovationspotenzials“, „Stärkung der Internationalisierung“ sowie „Vereinfachung und transparentere Gestaltung der Programmstruktur“ optimiert. Die Mittel für das ZIM wurden für 2015 merklich erhöht. Damit können noch mehr anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte gefördert werden. Auch der maritime Mittelstand profitiert von dem gut zugänglichen und vergleichsweise unbürokratischen Programm.

Im Mittelpunkt der heutigen Veranstaltung steht das Visual Computing. Industrie 4.0 revolutioniert die deutsche Wirtschaft, das spiegelt sich auch in den Anträgen im ZIM wider. Die Digitalisierung schafft allein für Deutschland ein zusätzliches Wachstumspotenzial zwischen 200 und 425 Milliarden Euro bis 2025. An der Schnittstelle von vermeintlich alter und neuer Wirtschaft gibt es die größten Potenziale der IKT für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand. Deutschlands Industrie ist stark. Auf diesen Stärken können wir aufbauen.

Schiffe und Offshore-Anlagen sind Spezialprodukte mit hohen Anforderungen an Effizienz und Qualität im gesamten Produktlebenszyklus. Mit der 3D-Computergraphik können alle Prozesse über Konstruktion, Fertigung, Training, Wartung bis zum Recycling und dem Marketing wirksam unterstützt werden. Die Nutzer profitieren von besserer Anschauung, intuitiver Interaktion und schnellem Zugriff auf relevante Informationen. 3D-Technologien verknüpfen die reale mit der virtuellen Welt und ermöglichen die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

Unser Ziel ist es, gemeinsam daran zu arbeiten, dass der „German Mittelstand“ weltweit seine Spitzenposition behält und weiter ausbaut.

Ich wünsche den Teilnehmern der Go-3D 2015 eine erfolgreiche Veranstaltung mit anregenden Vorträgen, lebhaften Diskussionen und informativen Exponaten.