Go-3D 2017

Grußwort

Anne Jacobs-Schleithoff
Leiterin des Referates Maritime Wirtschaft
und der Geschäftsstelle des Maritimen Koordinators der Bundesregierung beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

war die maritime Branche bei den ersten GO-3D Veranstaltungen eine von vielen Industriebranchen, die Interesse an den Möglichkeiten der digitalen Visualisierung hatte, freut es mich besonders, dass die diesjährige Veranstaltung mit ihrem Motto "Mit 3D Richtung Maritim 4.0" ganz der maritimen Branche gewidmet ist.

Die Herausforderungen in der Maritimen Branche sind heute vielleicht höher als in manch anderen Branchen. Der maritime Markt ist geprägt von erheblichen Überkapazitäten, verbunden mit einem sehr hohen Wettbewerbsdruck vor allem aus dem asiatischen Raum. Die Sicherung wichtiger hoch qualifizierter Arbeitsplätze innerhalb der maritimen Branche kann nur funktionieren, wenn es gelingt, die Prozesse in den maritimen Wertschöpfungsketten ständig zu verbessern. Es geht um Zeit und Kosten. Es zeigt sich, dass der Trend immer weiter in Richtung durchgehender Digitalisierung mit immer mehr Prozessdaten geht. Diese gilt es geschickt aufzubereiten, wenn daraus eine tatsächliche Produktivitätssteigerung abgeleitet werden soll.

Die Entwicklung zeigt, dass Visualisierungsmöglichkeiten der virtuellen Datenwelt gute Lösungsansätze bieten. Aktuelle Forschungsprojekte, die durch das maritime Forschungsprogramm des Bundeswirtschaftsministerium betreut werden, zeigen die großen Potenziale dieser Technologie auf. Neben Zeit und Kosten, die so in der Wertschöpfungskette eingespart werden können, trägt die Visualisierungstechnologie auch stark dazu bei, die Fehlerquoten bei Bau, Montage und später bei Wartung und Reparatur erheblich zu reduzieren. Das ist insbesondere im Spezialschiffbau, wie wir ihn in Deutschland haben, ein wichtiges Wettbewerbskriterium. Und das ist sicher auch ein Grund, warum gerade die Entwicklung der Visualisierungstechnologien im Schiffbau auf einen besonderen Nährboden fallen. Vielleicht größer noch als in der Luftfahrt- oder der Automobilindustrie.

Forschung und Entwicklung sind dabei für die maritime Branche ein wichtiger Eckpfeiler der Zukunftssicherung. Deshalb werden auch im neuen maritimen Forschungsprogramm, das 2018 das alte ablösen wird, SMARTe Technologien zur 3D Visualisierung mit virtual reality und augmented reality eine wichtige Rolle spielen.

Ich wünsche Ihnen inspirierende Vorträge, anregende Gespräche, viele neue Anregungen und der GO 3D 2017 gutes Gelingen und viel Erfolg.

Ihre Anne Jacobs-Schleithoff